Erst „sehen“, dann „gesehen werden“

Die bessere Vorgehensweise…

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie du deine Marke aufbauen willst, oder wenn du schon eine Marke hast, wie du sie aufgebaut hast? Oder bist du, wie die allermeisten, gleich rein ins Business und hast einfach mal (!) losgelegt und geschaut, was passiert?

Echter Markenaufbau ist planbar, definitiv. Nur die wenigsten beschäftigen sich zu Beginn intensiv damit und verstehen, wozu eine Marke gut ist und wie sie aufgebaut werden sollte. 

Plane zuerst das Innenleben deiner Marke

Was beutet das? Schaue genau hin, an wen du deine Dienstleistung anbietest. Wer sind deine wirklichen Kunden? Damit meine ich nicht die in meinen Augen (darüber habe ich viel geschrieben) wichtige Avatararbeit. Sondern damit meine ich das Hinschauen ein paar Level tiefer.

Erfahre oder erfrage und beobachte, wie genau deine Kunden denken. Wie sie ticken und welche Ansichten sie haben. Du wirst damit einige Zeit verbringen müssen, jedoch am Ende feststellen, dass du im Kern eine dir intensiver folgende Klientel aufbaust. Eine wertvolle Community. Wie tickt dein Kunde? Was treibt ihn an, wenn es um sein konkretes Problem geht. Wie lauten die Gründe für einen Kauf hinter dem Kauf? Welche Freude will er oder sie sich damit machen oder welches Grundbedürfnis wird damit befriedigt?

Alle Antworten, die du auf diese Fragen findest, werden dir massiv dabei helfen, dein Produkt zielgerichteter zu verkaufen. Kunden fühlen sich besser verstanden und sicherer bei dir, wenn du ihnen das Gefühl gibst, dass du sie zu 100% verstehst.

Wie läuft der Entscheidungsprozess bei deinen Interessenten?

Erforsche so genau wie möglich die multiplen Entscheidungswege und Einflussfaktoren deiner Kunden. Wie entscheiden sie sich an welcher Stelle bzw. nach welchem Impuls. Frage deine bestehenden Kunden, was der Auslöser für den finalen Kauf war. Dieses „WARUM (genau)“ ist so entscheidend und kann dir im weiteren Verlauf deiner Tätigkeit enorm viel Zeit und Werbeaufwand (Kosten) ersparen. Mit nur ein wenig Grips in diese Gedanken gesteckt vorher.

Wichtig ist zudem ebenfalls zu wissen, warum sich jemand für dich und nicht für deinen Marktpartner entschieden hat. Was genau hat den vielleicht kleinen feinen Unterschied ausgemacht? Anbieter unterscheiden sich heute zumindest aus Kundensicht oft marginal und in eben diesen kleinen Unterschieden liegt soviel Power. Soviel Entscheidendes, das du dir zunutze machen musst für die zukünftigen Marketingaktivitäten.

Konzentriere dich auf die kleinste relevante Zielgruppe in deinem Markt

Du willst besser nicht der Anbieter für alles und jeden sein. Niemand will bei jemandem kaufen, der für alles eine Lösung weiß und sich als der Mega-Anbieter positioniert. Nein, fokussiere dich auf jene Zielgruppe, deren Gefühle und Sorgen du am besten kennst und verstehst und deren Probleme und Herausforderungen du am besten lösen kannst. 

Bringe in dieser sicherlich kleinen jedoch sehr lukrativen Nische Höchstleistung. Klar muss deine Leistung in dieser kleinen Zielkundengruppe wirklich sehr gut sein. Keine Frage. Doch wenn du bei wenigen Kunden sehr gute Ergebnisse erzielen kannst, wird sich das rumsprechen und du wirst empfohlen. Gehe mit diesen Kunden in die Tiefe und vermittle ihnen all dein Wissen, das du ihnen geben kannst. 

An dieser Stelle beginnt das „gesehen werden“

Nun bist du soweit. Du hast deine kleine Nische gefunden, die Kunden sind happy und du bist in ihren Augen der Experte, Meister oder wie auch immer sie dich sehen. 

Sie werden dich nun an ihre besten Freunde vermitteln und du wirst “rumgereicht”. Menschen kennen immer Menschen mit ähnlichen Herausforderungen und Problemen. Das sind die Zielgruppenmilieus. Und mit „gesehen werden“ meine ich genau diese Weiterempfehlung.

Sollten die Empfehlungen nicht automatisch erfolgen, kannst du etwas nachhelfen. Das Empfehlungswesen also stimulieren. Frage aktiv danach. Gehe in den Dialog mit deinen Kunden und frage explizit in deren Umfeld rein. Wem kannst du noch helfen mit deinem Angebot. Wen kennen sie, dem dein Produkt ebenfalls helfen kann, seine oder ihre Ziele zu erreichen?

Plane und forciere dein Wachstum

Forciere so dein Wachstum und sorge für ein organisches Wachstum. Stimuliertes Wachstum über Werbekosten funktioniert auch, hin und wieder nur kurzfristig oder maximal mittelfristig. Der größere Vorteil ist jedoch der. Organisches Wachstum kostet dich kein Geld. Du erhältst quasi gratis neue Kunden zugespielt. Dafür sorgen deine zufriedenen Kunden.

Ein Tipp in dieser Sache. Ziehe nicht am Gras, sondern lass es langsam wachsen. Keine Überanstrengungen bitte, die dein Empfehlungswesen empfindlich stören könnte. Du musst an dieser Stelle Vertrauen haben. In dich und in deine Leistung. Wenn die gut ist, wird alles von selbst laufen. Wenn du gut bist oder dein Produkt gut ist und du weiter oben alle Fragen richtig beantwortet hast.

Der Sog entsteht also aus innerer Stärke. Deiner und der deiner Produkte. Die Intensität entwickelt sich je nach Kundengröße. Falls er nicht entsteht, wie eben beschrieben, gehe nochmal zurück auf „los“. 

Mein Fazit

Wer von Beginn an auf „gesehen werden“ setzt, der wird kurzfristig sicherlich gesehen und hat seine Erfolg. Doch die sind oftmals eher blendend. Denn nur in seltenen Fällen werden diese Anbieter wirklich langfristig beachtet.

Der Fehler liegt in der Strategie sowie in der Umsetzung. Und dieser ist vermeidbar.

Also, weg vom schnellen Profitdenken, hin zum kundenorientierten Denken und Handeln.

Viel Erfolg!