[Empfehlung] Auf das Maximum reduzieren

Oder: Reduce to the max.

Es sei vorab gesagt, dass dieser Artikel nicht aufgrund der aktuellen Situation entstanden ist, sondern in meinen Augen völlig unabhängig von Auf- und/oder Abwärtstrends immer dann gilt, wenn sich das Gefühl des Überangebotes bereits eingeschlichen hat. Oder noch besser, du bist jetzt gerade erst an den Start gegangen und hast von Beginn an die Möglichkeit, diesen Impuls oder Hinweis mit in deinem Plan zu berücksichtigen.

Ganz klar bin ich für Wachstum und nicht von ungefähr erzähle ich jedem, dass es mir darum geht, Dinge zu bewegen. Etwas zu kreieren und zu gestalten ist schon immer meine Leidenschaft. Doch dieses Wachstum soll bitte idealerweise organisch entstehen und „überwacht“ und kontrolliert ablaufen.

Was bedeutet das für mich?

Was auch immer du anbietest oder planst, anzubieten, denk bereits in sehr frühem Stadium darüber nach, wie schlank du dich aufstellen kannst, um deine Leistung zur Begeisterung deiner Kunden zu erbringen und beziehe den Gedanken unbedingt mit ein, dich auch auf ein ganz klar abgrenzbares und fokussiertes Produkt- oder Leistungsspektrum zu begrenzen.

Du musst nich gleich von Beginn an mit einem Riesensortiment an Services oder Produkten aufwarten. Niemand verlangt das von dir und auch du selbst solltest nicht dem Irrglauben verfallen „Je breiter ich aufgestellt bin, umso mehr grase ich vom Markt und den sich darin bewegenden potenziellen Kunden ab. Ganz im Gegenteil. Der Interessent stößt in aller Regel aufgrund irgendeiner sehr spezifischen Herausforderung bzw. aufgrund eines sehr gut zu beschreibenden Problems auf dich oder deine Seite. Überfordere ihn an dieser Stelle nicht und gib ihm exakt das nachdem er sucht. Überforderung würde dann entstehen, wenn er deine Seite findet aufgrund eines ziemlich konkreten Problems und sich auf deiner Seite dann zunächst einige Minuten bewegen muss, um die Lösung für seine Wünsche, Ziele oder Vorstellungen zu erhalten.

Denn diese Zeit wird er sich in den allermeisten Fällen nicht nehmen. 

Was wenn er oder sie angebissen hat?

Nehmen wir an, er hat dich im Internet gefunden und er landet auf deiner Website. dort findet er sofort und völlig unkompliziert exakt das, wonach er gesucht hat. Und nur das. Die Chancen stehen an diesem Punkt relativ hoch, dass er sich intensiver mit dir und deinem Angebot beschäftigen wird. Sofern er nicht durch irgendwelche anderen Dinge – deine möglicherweise anderen vielen Angebote – abgelenkt wird. Du wirst bei ihm abgespeichert als der Spezialanbieter für exakt sein Problem. Entweder er kauft sofort, was bedeuten würde, sein Problem ist entweder bereits so groß, dass er ein stückweit verzweifelt ist oder er hat bereits an dieser Stelle ein so großes Vertrauen zu dir und/oder deinem Produkt. Oder aber er speichert sich deine Daten ab und kontaktiert dich zu einem späteren Zeitpunkt, was die schlechtere Alternative für dich wäre.

Fakt ist jedoch, dadurch, dass du dich auf das Wesentliche reduziert hast, hast du ihn zumindest mal nicht, wie es leider viele tun, verschreckt oder verscheucht. 

Warum ist das so?

Weil du dich auf das Wesentliche fokussiert hast und deinem Interessenten auf seinen konkreten Bedarf nicht mit einem Bauchladen geantwortet hast. Je mehr Reduktion du reinbringst und je mehr du dich auf einen konkreten Bedarf von Beginn an ausrichtest, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Interessenten auch zu Kunden werden. Viele Anbieter machen an genau dieser Stelle den Fehler, den Kunden mit einem Überangebot quasi zu erschlagen. Das sollte nicht sein und führt auch nur in Ausnahmefällen zum Erfolg.

Wir alle haben eh schon eine so geringe Aufmerksamkeitsspanne, das es heute noch viel mehr als jemals zuvor gilt, den Interessenten so schnell wir irgendwie möglich zu seinem Ziel zu führen. Übrigens, ich habe letztens irgendwo gelesen, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen heute der eines Goldfisches gleicht. Wenn dem so ist… 😉

In diesem Sinne, happy Maximizing durch Minimizing.